GC S01E04 Podcastkonzepte

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Podcast Feed: GonzoCast (gonzocast-mp3) MP3 Audio

Und wieder ist Johannes von Der will doch nur spielen zu Gast. Diesmal gehen wir Fragen nach wie “Wie lang sollte ein Podcast eigentlich sein?”, “Welchen Veröffentlichungszyklus sollte man wählen?” und “Wie ist das eigentlich mit dem Zeitmanagement?”.

Musik: “Hidden Blues” von Pitx (CC-BY 3.0)

Shownotes:

4 Gedanken zu „GC S01E04 Podcastkonzepte“

  1. Zur Frage “Wie lang sollte ein Podcast eigentlich sein?” muss ich gestehen, dass ausbildungsbedingt bei mir sofort die Gehirnregion für lineare Regression bei Deinem Podcast ansprang. Die Länge der Folgen lässt sich beeindruckend gut mit einer mittleren Steigung von rund einer Viertelstunde pro Folge beschreiben. Meine Prognose für die nächste Folge wäre demnach rund 68 Minuten :-)
    Ich freu’ mich schon drauf.

    1. Hej Phlorian,

      vielen Dank! Eigentlich strebe ich sowas um die 30 Minuten an, aber ich will sehen, was sich machen lässt 😉

      Herzliche Grüße
      Gonzo

  2. Interessante Folge. Euer Gespräch zum Konzept geht davon aus, möglichst viele Hörerzahlen zu generieren. Zusätzlich würde ich auch darüber nachdenken, was dem Podcaster selbst am meisten Spaß macht. Beispielsweise hatten wir unseren soziologischen Podcast auf eine Stunde als einsteigerfreundlichen Erklärpodcast geplant. Davon haben wir selbst aber nichts außer Hörerzahlen. Doch wozu sind hohe Hörerzahlen gut? Die werden als Einkommen angesehen und man verrät sie deshalb auch nicht. Freilich ist es schön, eine große Reichweite zu haben. Aber nach einiger Zeit hat man sich wie an alles andere auch an seine Reichweite gewöhnt. Wenn die nicht gerade zu Spendeneinnahmen führen oder man z.B. als Journalist als Teil seines Job podcastet, wird man sich dann fragen, wozu man den ganzen Aufwand betreibt und warum man nicht ein Konzept fährt, welches einem selbst mehr Freude bereitet. Der Soziopod sagte in einem Interview, dass der Spaßfaktor nach dem Grimmepreis stark nachgelassen hatte. Vorher hatten sie einfach das gemacht, was sie bislang auch taten, am Tisch über Philosophie quatschen, nur eben mit Mikro. Als sie dann immer mehr am Konzept feilten, verschwand die Lust.

    Wir diskutieren ebenfalls gerade, wie lange wir unseren Podcast ansetzen wollen. Gar keine Hörer haben, ist auch nicht schön. Eine Stunde für ein komplexes Thema ist zwar besser für die Hörerzahlen, aber nicht für den eigenen Wissensmehrwert. Bei zwei oder drei Stunden, lerne ich z.B. viel eher die Position und Argumente meiner Gesprächspartner kennen. Das vergrault vielleicht weniger Hörer, aber hat für die Gesprächsbeteiligten einen konkreten Nutzen – mal vom Spaß des Argumentierens abgesehen.

    Ein weiterer Punkt ist, dass private Podcaster mit kurzen Episoden in direkte Konkurrenz zum öffentlich rechtlichen Podcastangebot treten. Das werden die meisten verlieren. Vor allem gesellschaftlich und wissenschaftlich orientierte Hörer finden dort eine Vielzahl von regelmäßigen und perfekt produzierten gemachten Alternativen im Kurzformat. Warum also das gleiche nur schlechter anhören? Das kann klappen, wenn das Thema von den öffentlich-rechtlichen nicht behandelt wird. Andernfalls stimmt es schon, dass der bevorzugte Trend zum Kurzformat geht, aber was nützt das dem Karpfen im Haibecken. Mehrstündige Formate im Diskursstil der 70er gibt es hingegen nur bei den privaten Podcasts. Da ist die Hörerzahl kleiner, aber die Konkurrenz ebenfalls.

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